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Croton lechleri ( Drachenblutbaum ): Beschreibung, Taxonomie, Anbau und Ernte
 
Es handelt sich um einen Baum mit einer breiten, kugeligen bzw. abgerundeten Krone und einer grauweißen Rinde, die weinrotes Harz absondert. Seine Blätter sind herzförmig, stehen abwechselnd in gegengesetzter Richtung
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I. Taxonomie.
Familie: Euphorbiaceae.
Wissenschaftlicher Name: Croton lechleri Muell-Arg.
Andere gebrächliche Namen: Eshape und Jata akui (das Eja); Ginmunaji (Pyro, Yine); Iarre, Jimi
Mosho und Shawan Karo (Shipibo); Kosamáti (Matsigenka); Masikamboya (Amahuaca); Palo
Grad, Pocure, Racurana, Sangre de Drago (Ecuador); Uksavakiro, Widnku
(amarakaeri); Yawar Wiki (Kichwa)
Unter weiteren Namen bekannt: Sangre de Drago (Europa), Sangre de Grado (Lateinamerika)

II. Botanische Beschreibung des Drachenblubaums:
Der Baum zeichnet sich durch eine breite, kugelige und abgerundete Krone und eine weißlich graue Baumrinde aus, die weinrotes Harz absondert. Seine Blätter sind herzförmig, gewunden, stehen abwechselnd in entgegengesetzer und in vertikaler Richtung. Sie sind zwischen 12 bis 20 cm lang, 5-14 cm breit und haben an der Blattbasis 2 Absonderungsdrüsen. Die zartesten Blätter haben eine eisenartige, filigrane Struktur auf beiden Blatträndern.

Im vollen Blütenstand trägt er schlaffweiche Trauben und die Blüten haben eine Farbe ähnlich die des Bernsteins und sind mit zahlreichen Staubgefäßen besetzt.

Seine Frucht ist kugelig, kapselförmig, elastisch, etwas eingedrückt und klafft auseinander. Sie ist 3 mm lang und 4,5 mm breit, hat 3 doppelschalige Hüllen. Der Samen ist glatt, mit kleinen Wärzchen und mit öligem Endosperm besetzt.

III. Umweltdaten
Klima: warm und mit relative hoher Luftfeuchtigkeit, Jahresdurchschnittstemperatur zwischen 17,7 und 30 ° C, Niederschlagsmenge zwischen 2 000 bis 3 300 mm / Jahr mit einer Minimumsniederschlagsmenge von 1 000 mm, Höhenniveau zwischen 300 und 2080 m.
Bodenbeschaffenheit: der Baum gedeiht gut auf Lehmboden mit besonders sandigem Lehm, mit reichlich oder aber auch wenig organischen Substanz, mit guter Bewässerung und Luftzufuhr, mäßig sauer (5,6-6) bis leicht alkalisch (7,4-7,8) Boden.

Drachenblutbaum Drago

IV. Biotop der natürlichen Populationen:
Der Drachenblutbaum wächst in der Nähe von Bächen, von primären und sekundären Wäldern,von Sanddünen, neu angelegten Feldern, in geschlossenen, uberfluteten Böden mit hohem Pflanzenwachstum. Er wächst hauptsächlich in schattigen Regionen, kann aber auch in sonnigen und hellen Zonen gedeihen. In Überflutungsgebieten darf das Wasser aber nicht zu hoch stehen, Der Baum ist einigermaßen resistent gegen Überschwemmungen.

Er teilt seinen Lebensraum mit folgenden anderen Arten: Cecropia, Charichuelo, Baumwolle, Sapote, Zitrone, Kiefer, Chiricsanango, Katz.enkralle, Ubos, Patiquina, Tangarana, Mauve (wilde Malve), Zuckerrohr, Huamansamana, Uvilla, Huasai, Cashapona, Bijao, Huacapu, Topa, Aguaje shimbillo, Carahuasca, sog. Affenleiter (escalera de mono), Abuta und Huacrapona.

V. Anbau und Kultivierung des Drachenblutbaumes:
Aussaatzeit: In nicht zu übermäßig überschwemmten Gebieten oder Auen sollte die Aussaat unmittelbar nach dem Wassertiefststand erfolgen (im Juni im Iquitos-Gebiet). Auf Böden des Festlands ist es am besten zu Beginn der Regenzeit (November-Dezember im Gebiet von Iquitos) mit der Anpflanzung zu beginnen.

Pflanzenabstand: der Abstand der Pflanzen zueinander: 6 m x 6 m und 7 mx 7 m ist empfehlenswert.In Abständen von 5 m x 5 m und von10 mx 10 m kann ebenfalls angepflanzt warden.(F. Ayala, persönliche Anmerkung).

Arbeiten während des Wachstums: Bekämpfung von Unkräutern während des ersten Wachstumsjahres, um eine etwaige Konkurrenz mit anderen Pflanzen zu vermeiden.

Vorgeschlag bzgl. Wachstum zusammen mit anderen Pflanzen zusammen: Kann im Sekundärwald, in nicht überschwemmten Gebieten oder in Höhenlagen zusammen mit Wald oder Obstsorten wie z.B. Aguano, Zedern, “ Schraube “ (Cedrelinga cateniformis), Kakao und Achiote den Lebensraum teilen. Zeitlich begrenzte Anbauflächen, die in den ersten zwei Jahren zur Nutzung angelegt wurden, werden je nach Interessenlage ausgewählt.

Vermehrung: durch geschlechtlichsreife Samen. Die Keimkraft von frischem Samen kann innjerhalb von 14 Tagen bereits 80% erreichen. Mit einem Zerstäuber wurde seine Ausbreitung durch anbinden an Wachstumsstangen erreicht. Das Wachstumstransplantat wird wird mit freigelegter Wurzel in Löchern von 30 cm Durchmesser und 30 cm Tiefe eingesetzt. Wenn die Sämlinge eine Höhe von 20 cm erreicht haben. In natürlicher Wachstumsumgebung eine Höhe von mehr als 20 cm, wird eine Ausbeute von 80% erreicht. Sehen Sie sich das Video im folgenden Link Sango de Drago-Wertschöpfungskette an.



VI. Ernte und Konservierung des Produktes ( Drachenbaumharz )

Geerntete Teile des Baumes: Harz, Rinde und Holz.
Ernte: Die Extraktion des Harzes sollte Baum mit der Shiringuero-Methode so durchgeführt werden, also mittels eines Spiralschnittes oder eines V-förmigen Schnittes in Brusthöhe in den Baumstamm, damit dieser nicht vernichtet wird. Mit dem spiralförmigen Schnitt in Richtung von links nach rechts wird eine höhere Harzausbeutung erreicht. Die Faktoren, die die Leistung und Wirkungen des Harzes beeinflussen, sind: Sonneneinstrahlung, Durchmesser des Baumes, Laub, Schnittwinkel, Niederschlag und die Mondphasen, die am günstigsten zwischen Halbmond und Vollmond sind.

Medizinischer Gebrauch: wirkt im Vaginalbereich, unterstützt Narbenverheilungsprozesse, ist auch Verhütungsmittel, hilft bei Hauterkrankungen, Anämie, Krebs, Durchfall, bei Zahnextraktionen, im Rachen bei Mandelentzündung, Fieber, Gonorrhö, Hämorrhoiden, Leukorrhea, Malaria, bei Tumoren, außerdem bei Magen- und Darmgeschwüren.

Andere Anwendungsgebiete: Das Holz dieser Art wird für die Herstellung von Kästen, Kisten, Zahnstocher, Zellstoff für Papier und als Brennholz verwendet.

Geographische Verbreitung: Im tropischen und subtropischen Amerika. In Peru befindet sich der Baum in den Regionen von Loreto also: Llachapa, am Napo Fluss; Indiana, am Amazonas; Pater Cocha y Momón, Nanay; San Martín; Huánuco; Cerro de Pasco: Oxapampa, Satipo, Puerto Bermudez, Iscozacin, Villa Rica; Junín: Chanchamayo; Cuzco und Puno.
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Bibliographische Referenzen
Landwirtschaftsministerium von Peru - WWW.MINAGRI.GOB.PE
NEBEL, G .; DRAGSTED, J .; VANCLAY, J. 2000 b. Struktur und floristische Zusammensetzung des Waldes und Flussauen des peruanischen Amazonas: II. Die Unterwelt des Ruhenden. In: Amazon Folia 10: 151-182.
MEJIA, K,; Heilpflanzen des volkstümlichen Gebrauches im peruanischen Amazonasgebiet.
KVIST, L.P .; ANDERSEN, M .; STAGEGAARD, J .; LLAPAPASCA, C. 2001a. Extraktion von Hölzern in Flussauen und Waldgesellschaften im amazonischen Peru: Verwendung, Auswahl, Evaluierung und Erhaltungszustand der Ressourcen. In: Waldökologie und Management 5465: 1-28.

 
INKANATURA - 10/12/2018
 
 
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